Gestaltpsychotherapie - WER BIN ICH WIRKLICH ?

 

Psychotherapie wird in der Regel umschrieben als eine  Interaktion zwischen Patient und Therapeuten zur Feststellung, Heilung oder Linde­rung von Störungen, die Menschen krank machen kann.  Typische Störungen, die krank machen, sind z.B. Angststörungen oder Depres­sionen.

 

Die Gestaltpsychotherapie ist ein erlebnisorientierter tiefenpsychologischer und systemtheoretischer Ansatz, der auf einem humanistischen Menschenbild gründet. Im Hier und Jetzt der geschützten Therapiesituation werden die Kontaktfähigkeit zu sich und anderen, sowie die Einsicht in die eigene Lebenssituation gefördert.

 

Die therapeutische Beziehung ist von Wertschätzung und einer empathischen Haltung getragen. Der Mensch wird grundsätzlich als fähig angesehen, sein Leben sinnvoll zu gestalten und Störungen als sogenannte „Sackgassen“ aus eigener Kraft zu überwinden. Mit zunehmender Fähigkeit, sich als Teil einer Gemeinschaft zu verstehen (z.B. Familie, Arbeitsteam, Gesellschaft) und aus diesem Verständnis heraus situationsgemäß zu handeln, wächst die soziale Kompetenz und die Möglichkeit, mit sich und der Welt besser zurecht zu kommen. Die Selbstverantwortung wird gefördert. Wer bin ich wirklich als Mensch? Welche Gestalt verleiht meinem Leben Sinn?

 

Methodisch eröffnet die Gestaltpsychotherapie eine Vielfalt psychotherapeutischer Arbeitsmöglichkeiten: etwa mit Träumen und Phantasien, mit dem unmittelbaren Erleben von Gefühlen und Körperempfindungen, mit Ausdrucksmitteln wie Malen und Modellieren, mit Rollenspielen und Beziehungsklärungen. Durch Identifikation mit weniger vertrauten Aspekten des Lebensraums werden völlig neue Einsichten gewonnen und widersprüchliche Persönlichkeitsanteile durch Methoden, wie die Arbeit z.B. mit dem leeren Stuhl durchgearbeitet. Unbewusste Seiten der Persönlichkeit, verdrängte Wünsche und Bedürfnisse werden bewusst gemacht und in die Gesamtpersönlichkeit reintegriert.

 

Wenn Sie sich einer Psychotherapie unterziehen wollen, finden nach einem Erstgespräch in einer ersten Phase zweimal wöchentlich Einzelgespräche statt, im Laufe oder zum Ende der Behandlung kann die Frequenz gesenkt werden. Eine Behandlungsstunde dauert 50 Minuten, die Dauer der Behandlung orientiert sich an der Art und dem Umfang der Problematik und den Ressourcen, die Sie selbst mitbringen.

Eine Kurzzeitbehandlung beinhaltet in der Regel bis zu 25 Behandlungsstunden, eine Langzeitbehandlung bis zu 50 Stunden. Sollte darüber hinaus weiterhin Behandlungsbedarf bestehen, so kann die Therapie auch verlängert werden.